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Vorbereitungsdienst

1. Was erwartet mich im Vorbereitungsdienst?

Den Vorbereitungsdienst absolvieren angehende Lehrerinnen und Lehrer in ihrer jeweiligen Schulart und in den studierten Fächern. Er dauert beginnend mit dem 01.02.2017 für alle Schularten 18 Monate.

Während Ihrer Ausbildung arbeiten Sie jeweils vier Tage pro Woche an einer Schule, einen Tag wöchentlich besuchen Sie Lehrveranstaltungen an einer Ausbildungsstätte der Sächsischen Bildungsagentur. Dabei stehen Sie in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis und erhalten entsprechende Bezüge. Bei den Lehrveranstaltungen stehen bildungswissenschaftliche Inhalte sowie Didaktik und Methodik im Mittelpunkt - mit konkretem Bezug zu Ihren Unterrichtsfächern, Ihrem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt beziehungsweise Ihrer beruflichen Fachrichtung. Weiterhin erhalten Sie einen fundierten Überblick über das Schulrecht. An Ihrer Schule unterrichten Sie zunehmend eigenständig, insgesamt bis zu zwölf Stunden pro Woche.

In der Zweiten Staatsprüfung zum Abschluss des Vorbereitungsdienstes werden Theorie und Praxis verbunden: Sie setzt sich zusammen aus Lehrproben, mündlichen Prüfungen und einem Gutachten der Schulleiterin bzw. des Schulleiters.

 

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2. Wie ist die schulpraktische Ausbildung organisiert?

Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte. Jeder von ihnen dauert ein Unterrichtshalbjahr. Während Ihres ersten Ausbildungsabschnittes absolvieren Sie wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden. Sie hospitieren und führen zunehmend wöchentlich acht bis zehn Stunden begleiteten Unterricht durch.

Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hospitieren Sie in Ihren Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich und unterrichten in der Regel zwölf Unterrichtsstunden pro Woche selbstständig. Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages.  Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung zwei Stunden wöchentlich.

Der Schulleiter bildet Sie in Angelegenheiten der Schulorganisation aus. Er beauftragt einen Mentor, der auch in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Klassenlehrers einführt, und einen weiteren  Mentor für die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen. Die Mentoren begleiten, beraten und unterstützen Sie während Ihrer Ausbildungszeit.

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3. Welche Schwerpunkte beinhaltet die theoretische Ausbildung?

Die Ausbildung an den Ausbildungsstätten der Sächsischen Bildungsagentur umfasst Schwerpunkte der Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der Bildungswissenschaften in Bezug auf Ihre Unterrichtsfächer, Förderschwerpunkte oder beruflichen Fachrichtungen. Zudem werden Schwerpunkte des Schulrechts gelehrt. Grundlage dafür bilden die im Curriculum definierten Ausbildungsziele. Die Betreuung erfolgt durch Lehrbeauftragte. Diese vermitteln praxisbezogen und kompetenzorientiert die festgelegten Ausbildungsinhalte, hospitieren im Unterricht des Lehramtsanwärters/ Studienreferendars, besprechen mit ihm die hospitierten Unterrichtsstunden und geben ihm Gelegenheit, in ihrem Unterricht zu hospitieren.
 

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4. Kann ich mich für den Vorbereitungsdienst in einer bestimmten Schule bewerben?

Adressat für Ihre Bewerbung ist nicht die Schule, in der Sie gerne arbeiten möchten, sondern die Sächsische Bildungsagentur. Sie können bei Ihrer Bewerbung aber prinzipiell Ihre Einsatzwünsche für eine bestimmte Schule angeben.

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5. Ist der Vorbereitungsdienst in Sachsen mit dem anderer Bundesländer vergleichbar?

Die Vorbereitungsdienste in den verschiedenen Bundesländern sind in wesentlichen Zielen und Inhalten vergleichbar. Die Dauer variiert je nach Bundesland zwischen 12 und 24 Monaten. Mit der Zweiten Staatsprüfung zum Ende des zwölfmonatigen Referendariates erhalten die Absolventinnen und Absolventen ihre Lehrbefähigung und können sich für den Schuldienst in Sachsen oder einem anderen Bundesland bewerben. Die Länder haben sich 2013 mit dem Beschluss „Regelungen und Verfahren zur Erhöhung der Mobilität und Qualität von Lehrkräften“ verpflichtet, Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen den gleichberechtigten Zugang zum Vorbereitungsdienst für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu ermöglichen, unabhängig vom Land, in dem der Abschluss erworben wurde. Gleiches gilt für Absolventinnen und Absolventen des Vorbereitungsdienstes: Auch hier soll in allen Ländern gleichermaßen der Berufszugang für den dem Abschluss entsprechenden Lehramtstypen ermöglicht werden.

In Sachsen beginnt der Vorbereitungsdienst jeweils zum 1. Februar und zum 1. August.

 

 

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6. Welches Einkommen habe ich im Vorbereitungsdienst?

Während Ihres Vorbereitungsdienstes erhalten Sie Ausbildungsbezüge, die sich aus einem Grundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag zusammensetzen. Ab 1. Januar 2017 können Sie ergänzend dazu einen Gehaltszuschlag von 390 Euro pro Monat erhalten, wenn Sie bereit sind nach Ihrem Vorbereitungsdienst für mindestens vier Jahre als Lehrer/in im sächsischen Schuldienst zu arbeiten.

Die Art der Ausbildungsbezüge ist im Sächsischen Besoldungsgesetz festgelegt:

Lehramt an Grundschulen:                            
Anwärtergrundbetrag nach A 12

Lehramt an Oberschulen:                            
Anwärtergrundbetrag nach A 13 (ab Januar 2017)

Lehramt Sonderpädagogik:                          
Anwärtergrundbetrag nach A 13

Höheres Lehramt an Gymnasien:                 
Anwärtergrundbetrag nach A 13

Höheres Lehramt an berufsbildenden Schulen: 
Anwärtergrundbetrag nach A 13

Die aktuelle Höhe der Bezüge finden Sie auf der Website vom  Landesamt für Steuern und Finanzen (Besoldungstabellen; Anlage 16)

Von Ihren Ausbildungsbezügen gehen die die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung – Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung – sowie eventuell Lohnsteuer ab.

Informationen zum Gehalt in den verschiedenen Schularten erhalten Sie auch unter der Rubrik „Bewerber“ – „Perspektiven“ – „Wie hoch wird mein Gehalt sein?“

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7. Kann ich den Vorbereitungsdienst auch berufsbegleitend absolvieren?

Den Vorbereitungsdienst können Sie auch berufsbegleitend absolvieren. Zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist. Das heißt, Sie haben sich bereits mit dem 1. Staatsexamen oder einem Masterabschluss um eine Einstellung beworben und wurden unbefristet eingestellt. Ihre Unterrichtsverpflichtung wärend des Vorbereitungsdienstes wird dann individuell vereinbart.

In Abweichung von § 12 Absatz 2 Lehramtsprüfungsordnung II ist eine Eingangsphase, die der Einführung in die Erziehungs- und Unterrichtstätigkeit unter Anleitung (begleiteter Unterricht) dient, im berufsbegleiteten Vorbereitungsdienst nicht vorgesehen. Aus diesem Grund dauert der Vorbereitungsdienst in diesem Fall nur 12 Monate.

Unabhängig davon, ob Sie den Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses oder berufsbegleitend absolvieren, erwerben Sie mit dem Bestehen der Staatsprüfung die Lehrbefähigung für Ihr Lehramt in Ihren Unterrichtsfächern, Förderschwerpunkten oder beruflichen Fachrichtungen sowie die Berechtigung, die entsprechende Berufsbezeichnung gemäß § 25 Absatz 1 Lehramtsprüfungsordnung II zu führen.

Die Länder haben sich mit Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.03.2016 verpflichtet, Absolventinnen und Absolventen eines Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt, das den Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz entspricht, in allen Ländern gleichermaßen den Berufszugang für den ihrem Abschluss entsprechenden Lehramtstyp zu ermöglichen. Der Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen entspricht diesen Vereinbarungen.

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8. Welche Rahmenbedingungen gelten für den Vorbereitungsdienst in Teilzeit?

Der Vorbereitungsdienst kann auch in Teilzeit zu absolviert werden, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • Mindestens ein Kind unter 18 Jahren betreut oder ein pflegebedürftiger Angehörigen gepflegt wird
  • Neben dem Vorbereitungsdienst noch in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung eine Erweiterungsprüfung nach § 22 Lehramtsprüfungsordnung I angestrebt wird
  • Neben dem Vorbereitungsdienst habilitiert oder eine Dissertation bearbeitet wird

In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst 24 Monate und es werden 75% der vollen Ausbildungsbezüge gezahlt. Die Anzahl der zu leistenden Unterrichtsstunden beim Vorbereitungsdienst in Teilzeit ergibt sich aus § 14 Abs. 6 Lehramtsprüfungsordnung II vom 12.01.2016. Danach sind im ersten Ausbildungsabschnitt wöchentlich mindestens 3 Unterrichtsstunden zu hospitieren und in der Regel fünf bis sechs Unterrichtsstunden begleiteter Unterricht durchzuführen. Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt wird wöchtentlich drei Unterrichtsstunden hospitiert und in der Regel neun Unterrichtsstunden selbstständig unterrichtet.

Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit ist bereits mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst zu stellen.


 

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Alle Informationen über die Organisation des Vorbereitungsdienstes in Sachsen und die zweite Staatsprüfung

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